Hallöchen,
nach dem Leseeindruck von Real - Nur für dich muss ich zugeben, dass ich erst mal ziemlich geflasht war und unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Allein schon wegen diesem dunklen Geheimnis, welches Remington mit sich rum trägt. Aber vorher komm ich noch mal kurz zum Inhalt.
Das Buch dreht sich um Brooke Dumas und Remington "Riptide" Tate. Das erste Mal sehen sie sich bei einem Underground-Boxkampf in Seattle, sie ist Zuschauerin (von der Freundin mitgeschleppt) er steht als absoluter Favorit im Ring. Die Anziehungskraft zwischen beiden ist von Anfang an spürbar, gerade auf sexueller Ebene ist es für Brooke schon beinahe die Hölle. Als sie einfach, weil sie nicht mehr kann, aus der Boxhalle stürmen will, beendet Riptide seinen Kampf mit einem schnellen K.O. und folgt ihr. Das ist natürlich nicht das Ende vom Lied, er küsst sie auch aus heiterem Himmel. Was seine sehr große weibliche Fangemeinde ziemlich verärgert.
Daraufhin kommt es zu einer Reihe ziemlich kurioser Zusammentreffen zwischen Remington und Brooke, die darin enden, das Brooke, die 2 Monate zuvor ihr Examen als Reha-Sport-Spezialistin und Physiotherapeutin abgeschlossen hat, persönliche Therapeutin des starken, gutaussehenden, aber auch mit ziemlich schlechten Ruf behafteten Boxers wird. Aber die sexuelle Ebene der gemeinsamen Beziehung nimmt immer mehr Platz ein, bis Remington nach einem gewonnen Boxkampf auf einer Party auf einmal vollkommen ausrastet und damit Brooke eine andere Seite von sich zeigt. Seine dunkle, geheimnisvolle Seite....
Naja. Wie gerade schon angedeutet war der Leseeindruck schon echt beeindruckend. Irgendwie. Ging schon ziemlich heiß her von Brookes geschilderten Gefühlen usw. Ziemlich heiß. Aber das Geheimnis, was man von Anfang an gespürt hat, hat es ebenso spannend gemacht. Nach dem Lesen des kompletten Buches muss ich sagen, dass ich diese wirklich heftigen erotischen Gefühle von Brooke auf Dauer ziemlich nervend fand. Nicht schlecht auf gewisse Art und Weise, sie waren schlicht und einfach zu penetrant. Dominierend kann man eigentlich weniger sagen. Damit hätte ich weniger ein Problem gehabt. Ich fand lediglich, dass sich viel in diesem Buch wiederholt hat. "Ich wurde nass." "Ich will ihn. In mir." usw. Ständig, immer wieder, immer genau als fetten Einschnitt nach einer mal etwas ernsteren Episode. Die Handlung an sich finde ich toll, die Beziehung, die sich nach und nach aufbaut ebenso. Auch wenn sie von dem ständigen sexuellen Verlangen ziemlich übertönt wird.
Aber das Geständnis von Remington bipolar zu sein, von jetzt auf gleich einfach durch zu drehen, die verzwickte Situation von Brookes Schwester, das alles macht die Handlung echt interessant. Wenngleich sie dadurch auch ziemlich nachdenklich macht. Manisch-Depressive Menschen ohne Behandlung sind genau wie Remington (vielleicht nicht ganz so krass) wie tickende Zeitbomben. In Remingtons Fall kommen noch bescheuerte Ärzte in der Vergangenheit und verantwortungslose Eltern hinzu, was das Ganze noch trauriger macht. Remingtons Ausraster, die seinen Rauswurf aus der Profiliga bewirkten und ihn so unberechenbar machen sind jedoch auch ziemlich angsteinflößend auf gewisse Art und Weise. Ebenso dieses Animalische, was neben seinem unglaublich hohem Sexappeal von ihm ausgeht.
Ich kann relativ gut verstehen, wieso Brooke so empfindet. Wie gesagt, mich nervte nur die Art und Weise, dass es ständig so heftig war. Brooke war ja kaum in der Lage mal ein halbwegs ernsthaftes Gespräch mit ihm zu führen, weil für sie nur das Bedürfnis nach Sex im Vordergrund war. Aber die heißen Szenen im Buch, wo die beiden endlich mal zur Sache kommen. Da muss ich schon sagen: Wow. Ziemlich plastisch dargestellt. Das war echt gut!
Eigentlich wiederhole ich mich auch nur ungern, aber der Stil. Ja der Stil. Am Anfang fand ich ihn noch echt gut. Man ist mittendrin in der Handlung voll dabei, erlebt alles mit als wäre man Brooke. Aber bis die beiden endlich mal im Bett landen dauert es verdammt lang und da geht einem das ständige Verlangen von Brooke auch gerade deshalb auf den Keks, weil im Prinzip alle sagen wir 10 Seiten genau dasselbe steht. Wirklich fast genau aufs Wort. Das macht es ein wenig ab törnend. Leider.
Insgesamt war das Buch ganz okay. Aber als ich am Ende gelesen hab, dass es 2 Fortsetzungen geben soll, dachte ich mir: Wieso? Das Buch hat für mich zu einem guten Schluss gefunden. Da braucht man nicht noch mehr. Aber mal schauen. Ich lass mich überraschen, wie es zwischen den zweien weitergeht.
Mein Fazit: Heißer Lesestoff, mit realtiv traurigen Episoden für nach Erotik schmachtende. Allerdings definitiv nicht zu empfehlen für junge Leser!
Alles Liebe,
Michelle
Freitag, 6. Februar 2015
Die Friesen-Hexe - Karla Weigand
So ihr Lieben, durch viele Verpflichtungen komme ich im Moment nur begrenzt dazu zum Lesen. Zu meiner Schande muss ich auch gestehen, dass ich nach wenigen Minuten lesen im Bett einschlafe. Aber ich hab trotzdem ein bisschen was für euch gelesen. Unter anderem Die Friesenhexe von Karla Weigand.
Die deutschen Halligen im 18. Jahrhundert. Besser gesagt: Die Insel Föhr. Schon immer sind die Bewohner der Insel von der Außenwelt mehr oder weniger abgeschnitten gewesen. Isoliert von der Außenwelt sind sie ein widerstandsfähiges Völkchen, die Männer fahren zum Großteil zur See, die Frauen sind den Großteil des Jahres auf sich allein gestellt. Arbeiten, die normalerweise Männerdomäne sind, fallen hier den Frauen zu. In diese Welt wird die junge Kerrin hineingeboren, ihr Vater ist ein angesehener Walfänger-Kapitän, die Mutter verstarb bei der Geburt ihres jüngeren Bruders, der diese ebenfalls nicht überlebt. Zusammen mit ihrem älteren Bruder Harke lebt sie die meiste Zeit des Jahres bei ihrer Tante und ihrem Onkel, der auch Pfarrer der Insel ist. Schon immer wissbegierig, lernt Kerrin gerne nicht nur von ihrem Onkel, sondern auch von den Heilerinnen in den anderen Dörfern, die jedoch oft als Hexen verschrien sind. Doch Kerrin beweist nicht nur äußerste Gelehrsamkeit, sondern auch eine Gabe: Sie kann durch Handauflegen heilen. Sie weiß jedoch auch um die Gefahren, die das Offenbaren dieser Gabe mit sich führen würde. Sie würde als Hexe denunziert werden und vermutlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Doch eines Tages kommen immer mehr Gerüchte auf, Kerrin sei eine Hexe. Stimmen werden laut, sie wird immer mehr in die Ecke gedrängt. Sie sieht ihre einzige Möglichkeit darin, mit ihrem Vater als Schiffsarzt zur See zufahren und dort den Anfeindungen ihrer Heimat zu entkommen. Doch dann verschwindet ihr Vater auch noch spurlos und die Schiffsmannschaft wendet sich gegen sie...
Im Gegensatz zu Das Erbe der Apothekerin ebenfalls von Karla Weigand, finde ich Die Friesenhexe doch etwas zäh. An sich ist es eine tolle Idee die Problematik der Hexenverfolgung einmal auf ein kleines Inselchen wie Föhr zu verlegen. Das Problem ist eher, das Hexenverfolgung leider schon ein paar mal zu oft durchgekaut wurde. Auch wenn es hier kein klassisches Happy End gibt mit Heirat, einer Horde Kindern und unbeheligtem Leben. Was mir jedoch recht gut gefallen hat, war auch der starke Bezug zur friesischen Sprache. Die Lebensweise der abgelegenen Halligen wurde außerdem sehr detailliert beschrieben, wodurch man sich auch gut in die Menschen und ihre Tätigkeiten hineinversetzen konnte. Ebenso wurde hier die nicht ganz klare religiöse Trennung von alten germanischen Traditionen und den christlichen Lehren ziemlich zutreffend behandelt. Föhr liegt sehr abseits, gleichzeitig ist dort starker Einfluss von skandinavischen Ländern zu spüren. Ganz haben die Insulaner den altgermanischen Göttern nie abgeschworen, auch wenn sie gleichzeitig sehr fromme Christen sind. Sie vermischen die germanischen Traditionen mit der Christenlehre, was sehr sehr fromme Priester sehr gut als Ketzerei angesehen hätten. Aber dabei kamen sehr interessante Bräuche heraus, die zum Teil heute noch so gefeiert werden. Das war es aber auch, die restlichen Inhalte waren irgendwie nicht so berauschend.
Mein Fazit: Für jemanden, der noch nicht zu viel Hexenverfolgung intus hat, so wie ich, empfehlenswert.
Liebe Grüße,
Michelle
Die deutschen Halligen im 18. Jahrhundert. Besser gesagt: Die Insel Föhr. Schon immer sind die Bewohner der Insel von der Außenwelt mehr oder weniger abgeschnitten gewesen. Isoliert von der Außenwelt sind sie ein widerstandsfähiges Völkchen, die Männer fahren zum Großteil zur See, die Frauen sind den Großteil des Jahres auf sich allein gestellt. Arbeiten, die normalerweise Männerdomäne sind, fallen hier den Frauen zu. In diese Welt wird die junge Kerrin hineingeboren, ihr Vater ist ein angesehener Walfänger-Kapitän, die Mutter verstarb bei der Geburt ihres jüngeren Bruders, der diese ebenfalls nicht überlebt. Zusammen mit ihrem älteren Bruder Harke lebt sie die meiste Zeit des Jahres bei ihrer Tante und ihrem Onkel, der auch Pfarrer der Insel ist. Schon immer wissbegierig, lernt Kerrin gerne nicht nur von ihrem Onkel, sondern auch von den Heilerinnen in den anderen Dörfern, die jedoch oft als Hexen verschrien sind. Doch Kerrin beweist nicht nur äußerste Gelehrsamkeit, sondern auch eine Gabe: Sie kann durch Handauflegen heilen. Sie weiß jedoch auch um die Gefahren, die das Offenbaren dieser Gabe mit sich führen würde. Sie würde als Hexe denunziert werden und vermutlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Doch eines Tages kommen immer mehr Gerüchte auf, Kerrin sei eine Hexe. Stimmen werden laut, sie wird immer mehr in die Ecke gedrängt. Sie sieht ihre einzige Möglichkeit darin, mit ihrem Vater als Schiffsarzt zur See zufahren und dort den Anfeindungen ihrer Heimat zu entkommen. Doch dann verschwindet ihr Vater auch noch spurlos und die Schiffsmannschaft wendet sich gegen sie...
Im Gegensatz zu Das Erbe der Apothekerin ebenfalls von Karla Weigand, finde ich Die Friesenhexe doch etwas zäh. An sich ist es eine tolle Idee die Problematik der Hexenverfolgung einmal auf ein kleines Inselchen wie Föhr zu verlegen. Das Problem ist eher, das Hexenverfolgung leider schon ein paar mal zu oft durchgekaut wurde. Auch wenn es hier kein klassisches Happy End gibt mit Heirat, einer Horde Kindern und unbeheligtem Leben. Was mir jedoch recht gut gefallen hat, war auch der starke Bezug zur friesischen Sprache. Die Lebensweise der abgelegenen Halligen wurde außerdem sehr detailliert beschrieben, wodurch man sich auch gut in die Menschen und ihre Tätigkeiten hineinversetzen konnte. Ebenso wurde hier die nicht ganz klare religiöse Trennung von alten germanischen Traditionen und den christlichen Lehren ziemlich zutreffend behandelt. Föhr liegt sehr abseits, gleichzeitig ist dort starker Einfluss von skandinavischen Ländern zu spüren. Ganz haben die Insulaner den altgermanischen Göttern nie abgeschworen, auch wenn sie gleichzeitig sehr fromme Christen sind. Sie vermischen die germanischen Traditionen mit der Christenlehre, was sehr sehr fromme Priester sehr gut als Ketzerei angesehen hätten. Aber dabei kamen sehr interessante Bräuche heraus, die zum Teil heute noch so gefeiert werden. Das war es aber auch, die restlichen Inhalte waren irgendwie nicht so berauschend.
Mein Fazit: Für jemanden, der noch nicht zu viel Hexenverfolgung intus hat, so wie ich, empfehlenswert.
Liebe Grüße,
Michelle
Die bestellte Braut - Anna Staub
Was tut man, wenn man im 19. Jahrhundert mit beinahe 27 Jahren noch nicht verheiratet ist? Als Frau? Diese Frage beantwortet das Buch Die bestellte Braut von Anna Staub.
Steffiney O'Brian lebt in Boston ist 26 Jahre, Krankenschwester und nicht verheiratet. Um 1870 ein absolutes No-Go. Also sieht die selbstbewusste junge Frau nur einen Ausweg: Heiratsvermittlung! Schon nach einer Woche meldet sich ihr Vermittler zurück. Er habe einen Rancher aus Colorado ausfündig gemacht. Er sei Witwer mit vier Söhnen mit einer Farm nahe dem Örtchen Green Hollow. Charles Sullivan sei sein Name. Miss O'Brian stimmt nach kurzem Zögern zu, dieses Heiratsangebot an zu nehmen. Der Heiratsvermittler verspricht ihr Kontakt auf zu nehmen und über ihre baldige Ankunft zu informieren. Daraufhin reißt Miss O'Brian all ihre Zelte in Boston ab und braucht ihre letzten Ersparnisse auf, um nach Colorado zu ihrem "Verlobten" zu reisen. Doch wie das Leben so spielt, kommt sie nach einer langen harten Reise auf der Ranch an. Einer riesigen Ranch inklusive riesigem Herrnhaus, vielen Cowboys und gigantischen Rinderherden. Doch der Schock der ihr widerfährt, ist kaum zu Glauben. Mr. Sullivan auch bekannt als Charles Sullivan Sr. ist ein Reicher Farmbesitzer um die 60 Jahre mit vier Söhnen. Lukas, der älteste ist 30 Jahre. Und es kommt noch besser: Mr. Sullivan hat gar nicht die Absicht zu heiraten, sein Frau ist bereits seit 8 Jahren tot. Lukas bezichtigt nun Miss O'Brian auf gröbste Art und Weise eine Heiratsschwindlerin zu sein. Mr. Sullivan beschwichtigt ihn und glaubt Miss O'Brian ihre Geschichte. Wenige Tage später, Miss O'Brian ist nun Gast bei den Sullivans stellt sich heraus, das Miss O'Brian ihrerseits auf einen Schwindler hereingefallen ist. Sie schämt sich in Grund und Boden. In ihrem Alter, unverheiratet, mittellos und im Wilden Westen gestrandet. Was für eine Schande. Doch ein Lichtblick zeigt sich am Horizont. Mithilfe von Mr. Sullivan und seinen Söhnen gelingt es Miss O'Brian von Doc Dave angestellt zu werden, dem örtlichen Arzt. Ihr Ziel: Sich die Rückreise nach Boston zusammen zu sparen. Sie zieht bei Dr. McAbbertey und seiner Frau ein, geht arbeiten und... läuft immer wieder Luke über den Weg. Irgendwann merken beide, dass sie mehr empfinden als nur freundschaftliche Zuneigung. Doch einige Unglücke und vor allem Lukes Intermezzo mit der überheblichen, reichen und penetranten Mary-Sue Brandon, eine langjährige Freundin von Luke, die nach dem Tod ihres reichen Ehemanns zurück aufs Land gekommen ist, zerstören fast das Glück von Steffiney...
Ich sags euch gleich: Wer auf kitschige Romanzen steht, wird diesen Roman lieben. Ich persönlich fand ihn auch definitiv nicht schlecht. Nur irgendwie... Naja, es ist halt alles sehr vorhersehbar mit wunderbarem Happy End und der großen weißen Hochzeit und dem ganzen Gedöngels. Aber genau deswegen ist es perfekt für einen schönen Tag im Garten. Zum Kopf ausschalten und genießen. Oder bei schlechtem Wetter mit nem Tässchen Tee? Liest sich dafür auch genau richtig. Auf jeden Fall macht es auch gute Laune, denn das Katz-und-Maus-Spiel von Luke und Steffiney ist wirklich amüsant, vor allem weil Steffiney alles andere als auf den Mund gefallen ist. Und beide sind widerspenstig und stur. Das macht es echt witzig. Auf der anderen Seite erscheint einem das Buch auch die meiste Zeit sehr authentisch. Die Sprache, die Umgangsgepflogenheiten und und und. Kommt nah an die Wahrheit heran. Ebenso gefiel mir der Stil von Anna Staub echt gut. Er ist sehr charismatisch und animiert auch zum lesen und Seele baumeln lassen. Dafür ein großes LIKE!
Mein Fazit: Romantisch, witzig, zum entspannen!
Liebe Grüße,
eure Michelle
Steffiney O'Brian lebt in Boston ist 26 Jahre, Krankenschwester und nicht verheiratet. Um 1870 ein absolutes No-Go. Also sieht die selbstbewusste junge Frau nur einen Ausweg: Heiratsvermittlung! Schon nach einer Woche meldet sich ihr Vermittler zurück. Er habe einen Rancher aus Colorado ausfündig gemacht. Er sei Witwer mit vier Söhnen mit einer Farm nahe dem Örtchen Green Hollow. Charles Sullivan sei sein Name. Miss O'Brian stimmt nach kurzem Zögern zu, dieses Heiratsangebot an zu nehmen. Der Heiratsvermittler verspricht ihr Kontakt auf zu nehmen und über ihre baldige Ankunft zu informieren. Daraufhin reißt Miss O'Brian all ihre Zelte in Boston ab und braucht ihre letzten Ersparnisse auf, um nach Colorado zu ihrem "Verlobten" zu reisen. Doch wie das Leben so spielt, kommt sie nach einer langen harten Reise auf der Ranch an. Einer riesigen Ranch inklusive riesigem Herrnhaus, vielen Cowboys und gigantischen Rinderherden. Doch der Schock der ihr widerfährt, ist kaum zu Glauben. Mr. Sullivan auch bekannt als Charles Sullivan Sr. ist ein Reicher Farmbesitzer um die 60 Jahre mit vier Söhnen. Lukas, der älteste ist 30 Jahre. Und es kommt noch besser: Mr. Sullivan hat gar nicht die Absicht zu heiraten, sein Frau ist bereits seit 8 Jahren tot. Lukas bezichtigt nun Miss O'Brian auf gröbste Art und Weise eine Heiratsschwindlerin zu sein. Mr. Sullivan beschwichtigt ihn und glaubt Miss O'Brian ihre Geschichte. Wenige Tage später, Miss O'Brian ist nun Gast bei den Sullivans stellt sich heraus, das Miss O'Brian ihrerseits auf einen Schwindler hereingefallen ist. Sie schämt sich in Grund und Boden. In ihrem Alter, unverheiratet, mittellos und im Wilden Westen gestrandet. Was für eine Schande. Doch ein Lichtblick zeigt sich am Horizont. Mithilfe von Mr. Sullivan und seinen Söhnen gelingt es Miss O'Brian von Doc Dave angestellt zu werden, dem örtlichen Arzt. Ihr Ziel: Sich die Rückreise nach Boston zusammen zu sparen. Sie zieht bei Dr. McAbbertey und seiner Frau ein, geht arbeiten und... läuft immer wieder Luke über den Weg. Irgendwann merken beide, dass sie mehr empfinden als nur freundschaftliche Zuneigung. Doch einige Unglücke und vor allem Lukes Intermezzo mit der überheblichen, reichen und penetranten Mary-Sue Brandon, eine langjährige Freundin von Luke, die nach dem Tod ihres reichen Ehemanns zurück aufs Land gekommen ist, zerstören fast das Glück von Steffiney...
Ich sags euch gleich: Wer auf kitschige Romanzen steht, wird diesen Roman lieben. Ich persönlich fand ihn auch definitiv nicht schlecht. Nur irgendwie... Naja, es ist halt alles sehr vorhersehbar mit wunderbarem Happy End und der großen weißen Hochzeit und dem ganzen Gedöngels. Aber genau deswegen ist es perfekt für einen schönen Tag im Garten. Zum Kopf ausschalten und genießen. Oder bei schlechtem Wetter mit nem Tässchen Tee? Liest sich dafür auch genau richtig. Auf jeden Fall macht es auch gute Laune, denn das Katz-und-Maus-Spiel von Luke und Steffiney ist wirklich amüsant, vor allem weil Steffiney alles andere als auf den Mund gefallen ist. Und beide sind widerspenstig und stur. Das macht es echt witzig. Auf der anderen Seite erscheint einem das Buch auch die meiste Zeit sehr authentisch. Die Sprache, die Umgangsgepflogenheiten und und und. Kommt nah an die Wahrheit heran. Ebenso gefiel mir der Stil von Anna Staub echt gut. Er ist sehr charismatisch und animiert auch zum lesen und Seele baumeln lassen. Dafür ein großes LIKE!
Mein Fazit: Romantisch, witzig, zum entspannen!
Liebe Grüße,
eure Michelle
Die Bücherdiebin - Markus Zusak
Um ehrlich zu sein: Bei Die Bücherdiebin kann ich mich recht kurz fassen, denn dazu ist nicht viel zu sagen! 
Liesel Memminger hat mit ihren 9 Jahren schon einiges erlebt. Ihr kleiner Bruder starb überraschend im Zug, bei seiner mehr schlechten als rechten Beerdigung stielt sie ihr 1 Buch. Ihre Mutter kann sie nicht mehr versorgen, Liesel wird zu Pflegeeltern gegeben. Nach einigen Schwierigkeiten gewöhnt sie sich jedoch bei den Hubermanns ein.
Ihre wichtigste Beziehung ist vermutlich die zu ihrem Vater Hans, der ihr Nachts mit dem gestohlenen Buch das Lesen beibringt, was sich Liesel nie zu träumen gewagt hätte.
Auch wenn das Geld der Hubermanns kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges knapp ist, schenkt Hans seiner Liesel ein Buch und diese entdeckt so ihre Leidenschaft für Bücher und Worte. Deswegen braucht sie immer wieder neue Bücher, an die sie auf die ein oder andere Weise immer wieder gelangt.
Liesels Leben wird durcheinandergerüttelt, als eines Tages ein Jude namens Max vor Hubermanns Tür steht und um die Einlösung eines Versprechens bittet, welches Hans seinem Vater vor vielen Jahren gegeben hatte. So kommt es, dass Familie Hubermann von nun an ein Geheimnis, vor den immer omnipräsenter werdenden Nazis und ihren Nachbarn verstecken. Ein Geheimnis mit welchem Liesel schon bald eine besondere Freundschaft verbindet.
Doch Hitler, sein Krieg und der damit einhergehende Tod machen auch vor Liesels Heimat keinen Halt und drohen ihr ein weiteres Mal geliebte Menschen wegzunehmen.
Wie so vielen andern Lesern, gefiel auch mir Die Bücherdiebin einfach unglaublich gut. Das schöne ist, abgesehen von dem stark ausgeprägten historischen Bezug zum dritten Reich, der Stil in dem das Buch verfasst ist. Der Tod spielt dort eine richtige, existente Rolle. Wie eine reale Person tritt er auf. Erzählt von seinen Erlebnissen und Gefühlen, wenn er Liesel traf. Interessant ist auch der Aufbau. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit den darin teilnehmenden Personen, was es einem Theaterstück gleichen lässt. Ebenso gefällt mir der Schreibstil von Markus Zusak sehr. Inhaltlich top, vom Leseverhalten top. Mehr kann ich nicht sagen. Mir fehlen beinahe die Worte. Als hätte Liesel sie mir in ihrer Leidenschaft gestohlen.
Mein Fazit: Nur ein Wort - Grandios!
Schönen 1. Mai noch!
Liebe Grüße,
Michelle
Liesel Memminger hat mit ihren 9 Jahren schon einiges erlebt. Ihr kleiner Bruder starb überraschend im Zug, bei seiner mehr schlechten als rechten Beerdigung stielt sie ihr 1 Buch. Ihre Mutter kann sie nicht mehr versorgen, Liesel wird zu Pflegeeltern gegeben. Nach einigen Schwierigkeiten gewöhnt sie sich jedoch bei den Hubermanns ein.
Ihre wichtigste Beziehung ist vermutlich die zu ihrem Vater Hans, der ihr Nachts mit dem gestohlenen Buch das Lesen beibringt, was sich Liesel nie zu träumen gewagt hätte.
Auch wenn das Geld der Hubermanns kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges knapp ist, schenkt Hans seiner Liesel ein Buch und diese entdeckt so ihre Leidenschaft für Bücher und Worte. Deswegen braucht sie immer wieder neue Bücher, an die sie auf die ein oder andere Weise immer wieder gelangt.
Liesels Leben wird durcheinandergerüttelt, als eines Tages ein Jude namens Max vor Hubermanns Tür steht und um die Einlösung eines Versprechens bittet, welches Hans seinem Vater vor vielen Jahren gegeben hatte. So kommt es, dass Familie Hubermann von nun an ein Geheimnis, vor den immer omnipräsenter werdenden Nazis und ihren Nachbarn verstecken. Ein Geheimnis mit welchem Liesel schon bald eine besondere Freundschaft verbindet.
Doch Hitler, sein Krieg und der damit einhergehende Tod machen auch vor Liesels Heimat keinen Halt und drohen ihr ein weiteres Mal geliebte Menschen wegzunehmen.
Wie so vielen andern Lesern, gefiel auch mir Die Bücherdiebin einfach unglaublich gut. Das schöne ist, abgesehen von dem stark ausgeprägten historischen Bezug zum dritten Reich, der Stil in dem das Buch verfasst ist. Der Tod spielt dort eine richtige, existente Rolle. Wie eine reale Person tritt er auf. Erzählt von seinen Erlebnissen und Gefühlen, wenn er Liesel traf. Interessant ist auch der Aufbau. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit den darin teilnehmenden Personen, was es einem Theaterstück gleichen lässt. Ebenso gefällt mir der Schreibstil von Markus Zusak sehr. Inhaltlich top, vom Leseverhalten top. Mehr kann ich nicht sagen. Mir fehlen beinahe die Worte. Als hätte Liesel sie mir in ihrer Leidenschaft gestohlen.
Mein Fazit: Nur ein Wort - Grandios!
Schönen 1. Mai noch!
Liebe Grüße,
Michelle
Bis du gehst - Mia Newman
Mit etwas mehr als 180 Seiten ist Bis du gehst mal ein etwas dünneres Buch als sonst. Aber wie man weiß, entscheidet nicht die Größe über Qualität. Ich fand das Buch gut, gut nicht überragend. Aber urteilt selbst.
Nicole Jackson sitzt mit ihrem Sohn Scott auf dem Sofa, schaut fern und wartet darauf, dass ihr Ehemann von einer Geschäftsreise zurück kommt. Dann kommt der Anruf. Xander hatte einen Autounfall. Vollkommen neben sich fährt Nicole sofort mit Scott ins Krankenhaus. Die Diagnose das Arztes: Hirntod, Xander liegt im Koma, wird von Maschinen am Leben erhalten. Prognose: Er wird nie wieder aufwachen. Nicole will Xander nicht aufgeben, sein Herz schlägt doch noch. Im Krankenhaus läuft sie Charlie Shaw über den Haufen, dessen Bruder ebenfalls im Krankenhaus liegt, seit 4 Jahren! Er gibt ihr Hoffnung, sie klammert sich daran fest. Doch als drei Monate später Xander immer noch kein Lebenszeichen von sich gegeben hat, entscheidet sich Nicole ihn gehen zu lassen, Die Geräte werden abgestellt, Xanders Organe gespendet. Am selben Tag, an dem Charlie wegen eines Notfalls zu seinem Bruder gerufen wird. Einige Monate nach Xanders Tod, trifft Nicole die Entscheidung sich endlich einen Job zu suchen. Die hat noch nie im Leben gearbeitet, aber jetzt muss sie es tun. Für Scott und auch für sich. Ihre beste Freundin besorgt ihr ein Vorstellungsgespräch in einer Schreinerei, die eine Bürokraft sucht. Dort trifft Nicole Charlie wieder. Doch aus dem Arbeitsverhältnis entwickelt sich bald mehr, vor allem weil Nicole glaubt sein Bruder Colin sei tot. Doch plötzlich taucht dieser auf - AM LEBEN, geheilt von seinem angeborenen Herzfehler! Nun steht Nicole, die Xanders Tod immer noch nicht überwunden hat zwischen zwei Stühlen: Charlie, der so hinreißend und warm ist und Colin, der sie doch so sehr an Xander erinnert... Schließlich kommt es zu einem großen Zusammenbruch. Wird Nicole sich entscheiden können?
Wie soll ich es ausdrücken? Vermutlich passt am besten der Begriff vorhersehbar. Das Buch ist im Prinzip ab dem Zeitpunkt, an dem sich Nicole und Charlie das erste Mal begegnen ziemlich vorhersehbar. Junge Witwe mit Sohn, noch nicht über den Tod ihres Mannes hinweg, versucht wieder Fuß im Leben zu fassen. Gewissensbisse, das Gefühl den eigenen Mann ermordet zu haben durch das Abschalten der Geräte. Zwei attraktive Männer, Brüder, die sich gegenseitig versuchen auszustechen. Der Sohn angetan von beiden, macht sich mit seinen jungen Jahren Sorgen um seine Mutter, versucht ihre Stütze zu sein. Natürlich ist das Buch sehr traurig. Es beschäftigt sich, wenn auch nur (finde ich) recht oberflächlich mit schwierigen Fragen rund um den Tod. Aber es zeichnet einem auf fast herzzereissende Art und Weise, den steinigen Weg einer jungen Witwe zurück ins Leben. Und wie schmal der Grat ist, den Weg zu finden oder abzustürzen. Die Dramatik die diese Geschichte ausszeichnet ist aber so vermutlich in keinster Weise auf das richtige Leben übertragbar. In den seltensten Fällen jedenfalls. Die Sache mit der Organspende und der überraschenden Erkenntnis, das Colin das Herz von Xander annehmen konnte, da die beiden offenbar dafür kompatibel waren... Nun ja diese Dreieicksbeziehung wird extrem davon belastet und angegriffen.
Mein Fazit: Traurig, einigermaßen interessant, aber kein großes Kino.
Eure
Michelle
Nicole Jackson sitzt mit ihrem Sohn Scott auf dem Sofa, schaut fern und wartet darauf, dass ihr Ehemann von einer Geschäftsreise zurück kommt. Dann kommt der Anruf. Xander hatte einen Autounfall. Vollkommen neben sich fährt Nicole sofort mit Scott ins Krankenhaus. Die Diagnose das Arztes: Hirntod, Xander liegt im Koma, wird von Maschinen am Leben erhalten. Prognose: Er wird nie wieder aufwachen. Nicole will Xander nicht aufgeben, sein Herz schlägt doch noch. Im Krankenhaus läuft sie Charlie Shaw über den Haufen, dessen Bruder ebenfalls im Krankenhaus liegt, seit 4 Jahren! Er gibt ihr Hoffnung, sie klammert sich daran fest. Doch als drei Monate später Xander immer noch kein Lebenszeichen von sich gegeben hat, entscheidet sich Nicole ihn gehen zu lassen, Die Geräte werden abgestellt, Xanders Organe gespendet. Am selben Tag, an dem Charlie wegen eines Notfalls zu seinem Bruder gerufen wird. Einige Monate nach Xanders Tod, trifft Nicole die Entscheidung sich endlich einen Job zu suchen. Die hat noch nie im Leben gearbeitet, aber jetzt muss sie es tun. Für Scott und auch für sich. Ihre beste Freundin besorgt ihr ein Vorstellungsgespräch in einer Schreinerei, die eine Bürokraft sucht. Dort trifft Nicole Charlie wieder. Doch aus dem Arbeitsverhältnis entwickelt sich bald mehr, vor allem weil Nicole glaubt sein Bruder Colin sei tot. Doch plötzlich taucht dieser auf - AM LEBEN, geheilt von seinem angeborenen Herzfehler! Nun steht Nicole, die Xanders Tod immer noch nicht überwunden hat zwischen zwei Stühlen: Charlie, der so hinreißend und warm ist und Colin, der sie doch so sehr an Xander erinnert... Schließlich kommt es zu einem großen Zusammenbruch. Wird Nicole sich entscheiden können?
Wie soll ich es ausdrücken? Vermutlich passt am besten der Begriff vorhersehbar. Das Buch ist im Prinzip ab dem Zeitpunkt, an dem sich Nicole und Charlie das erste Mal begegnen ziemlich vorhersehbar. Junge Witwe mit Sohn, noch nicht über den Tod ihres Mannes hinweg, versucht wieder Fuß im Leben zu fassen. Gewissensbisse, das Gefühl den eigenen Mann ermordet zu haben durch das Abschalten der Geräte. Zwei attraktive Männer, Brüder, die sich gegenseitig versuchen auszustechen. Der Sohn angetan von beiden, macht sich mit seinen jungen Jahren Sorgen um seine Mutter, versucht ihre Stütze zu sein. Natürlich ist das Buch sehr traurig. Es beschäftigt sich, wenn auch nur (finde ich) recht oberflächlich mit schwierigen Fragen rund um den Tod. Aber es zeichnet einem auf fast herzzereissende Art und Weise, den steinigen Weg einer jungen Witwe zurück ins Leben. Und wie schmal der Grat ist, den Weg zu finden oder abzustürzen. Die Dramatik die diese Geschichte ausszeichnet ist aber so vermutlich in keinster Weise auf das richtige Leben übertragbar. In den seltensten Fällen jedenfalls. Die Sache mit der Organspende und der überraschenden Erkenntnis, das Colin das Herz von Xander annehmen konnte, da die beiden offenbar dafür kompatibel waren... Nun ja diese Dreieicksbeziehung wird extrem davon belastet und angegriffen.
Mein Fazit: Traurig, einigermaßen interessant, aber kein großes Kino.
Eure
Michelle
Die Blutbraut - Lynn Raven
Einen schönen 1. Mai zusammen. Feiertage sind neben Wochenenden und den anderen kurzen Gelegenheiten, wie zum Beispiel im Bett vor dem Einschlafen, die perfekte Gelegenheit um sich im Garten, auf dem Balkon oder wo auch immer ein schönes Buch zu genehmigen.
Falls ihr keine Idee habt, was ihr als nächstes Lesen sollt: Ich kann euch wieder eine geben
Normalerweise habe ich keine speziellen Lieblingsautoren, aus verschiedenen Gründen. Aber Der Kuss des Kjer hat mir so gut gefallen, da wollte ich mal einen weiteren Titel aus dem Repatiore von Lynn Raven ausstesten. Und soll ich euch was sagen? Es hat sich definitiv gelohnt!
Lucinda Moreira ist 17 Jahre alt. Und sie ist eine Blutbraut. Als ob es nicht genug wäre, dass Vampire durch das Trinken ihres Blutes vor der ewigen Verdammnis des Nosferatu-Daseins geschützt sind, ist sie bereits seit ihrer Kindheit einem ganz bestimmten Vampir versprochen: Joaquin de Alvaro. Sie ist auf ständiger Flucht vor ihm, bis vor ein paar Jahren mit ihrer Tante Maria, die von einem Vampir vor Lucindas Augen brutal ermordet wurde. Ihre Tante hat ihr viel erzählt über Vampire, Nosferatu, die Hermandad (ein Verbund aus Vampiren). Und sie erzählte ihr auch, wie grausam das Schicksal einer Blutbraut ist. Lucinda lebt in ständiger Angst von ihrem "Verlobten" geschnappt zu werden. Sie würde liebend gern ein normales Leben führen, wo sie sich doch gerade in den attraktiven Cris verliebt hat. Doch wie das Leben so spielt, landet sie doch auf Santa Reynada, dem Besitz von Joaquin de Alvaro. Dieser befindet sich bereits in der Wandlung zum Nosferatu. Zu Lucindas eigener Überraschung weigert er sich jedoch ihr Blut zu nehmen. Sie unternimmt einige Fluchtversuche, bis Joaquin sie schließlich überzeugen kann zu ihrem eigenen Schutz zu bleiben. Denn jeder Vampir der Welt wäre hinter ihrem Blut her. Geheimnis um Geheimnis, Ereignis jagt Ereignis und Cris, der sich zum gewaltigen Schrecken von Lucinda als Joaquins jüngerer Bruder herausstellt, hütet ein dunkles Geheimnis...
Tja ein Vampir-Roman. Nach den Jahren von kitschiger Vampir-/Twighlight-Hysterie bin ich vorsichtig geworden, was speziell Vampir-Romane angeht. Aber dieser hier war einmalig! Wie bereits bei Der Kuss des Kjer kann man auch bei dem Titel Blutbraut sagen, dass Lynn Raven einen wunderschönen Schreibstil hat. Flüssig, zergeht wie Honig auf der Zunge. Leckerer Lesestoff zum genießen. Inhaltlich gefällt mir Blutbraut vor allem deshalb, weil es wirklich nicht so kitschig-vorhersehbar ist, wie die Bis(s)-Bücher. Das Buch schmückt die meiste Zeit eine sehr bittere Note, die verschiedenen Schicksalsschläge und Konflikte sind vielfältig und gleichzeitig miteinander verknüpft. Außerdem tappt man lange im Dunkeln, wer jetzt wirklich der große Bösewicht der Geschichte ist und welche Ziele er verfolgt. Die vielen Handlungsstränge sorgen für viel Drama, zum Schluss kann man es nicht anders sagen, dass die Ereignisse sich mehr als nur überschlagen. In diesem Fall muss man aufmerksam lesen, sonst verpasst man beinahe die kleinen, aber wichtigen Faktoren, die die Geschichte weiter beeinflussen. Das macht das Buch aber auch super spannend. Wie vorhin schon angedeutet habe ich festgestellt, das es sich bei Blutbraut nicht um genau die gleiche Story handelt wie Der Kuss des Kjer. Es ist zwar von Anfang an absehbar, dass Lucinda und Joaquin auf lange Sicht zusammen kommen werden, aber das ist mehr oder weniger nebensächlich. Ohne die Liebesgeschichte wäre das Buch natürlich nur halb so attraktiv. Jedenfalls finde ich es echt gut, dass sich die beiden Hauptcharaktere der beiden Bücher stark unterscheiden. Abgesehen davon, dass Blutbraut in der realen Welt spielt, hauptsächlich irgendwo in (New) Mexico. Die Probleme und verschiedenen Intrigen sind ebenfalls unterschiedlich aufgestellt, wodurch man nicht das Gefühl hat 1:1 das selbe Buch zu lesen nur mit anderen Schauplätzen und Namen. Und wisst ihr was? Ich glaube ich freue mich schon auf einen (hoffentlich) 2. Teil, denn das offene Ende ist wirklich fies.
Mein Fazit: Verflucht spannend, düster und einfach wundervoller Lesespaß!
Ich hoffe ihr findet ebenso Gefallen an Blutbraut, wie ich es getan habe
Liebe Grüße,
eure Michelle
Falls ihr keine Idee habt, was ihr als nächstes Lesen sollt: Ich kann euch wieder eine geben
Lucinda Moreira ist 17 Jahre alt. Und sie ist eine Blutbraut. Als ob es nicht genug wäre, dass Vampire durch das Trinken ihres Blutes vor der ewigen Verdammnis des Nosferatu-Daseins geschützt sind, ist sie bereits seit ihrer Kindheit einem ganz bestimmten Vampir versprochen: Joaquin de Alvaro. Sie ist auf ständiger Flucht vor ihm, bis vor ein paar Jahren mit ihrer Tante Maria, die von einem Vampir vor Lucindas Augen brutal ermordet wurde. Ihre Tante hat ihr viel erzählt über Vampire, Nosferatu, die Hermandad (ein Verbund aus Vampiren). Und sie erzählte ihr auch, wie grausam das Schicksal einer Blutbraut ist. Lucinda lebt in ständiger Angst von ihrem "Verlobten" geschnappt zu werden. Sie würde liebend gern ein normales Leben führen, wo sie sich doch gerade in den attraktiven Cris verliebt hat. Doch wie das Leben so spielt, landet sie doch auf Santa Reynada, dem Besitz von Joaquin de Alvaro. Dieser befindet sich bereits in der Wandlung zum Nosferatu. Zu Lucindas eigener Überraschung weigert er sich jedoch ihr Blut zu nehmen. Sie unternimmt einige Fluchtversuche, bis Joaquin sie schließlich überzeugen kann zu ihrem eigenen Schutz zu bleiben. Denn jeder Vampir der Welt wäre hinter ihrem Blut her. Geheimnis um Geheimnis, Ereignis jagt Ereignis und Cris, der sich zum gewaltigen Schrecken von Lucinda als Joaquins jüngerer Bruder herausstellt, hütet ein dunkles Geheimnis...
Tja ein Vampir-Roman. Nach den Jahren von kitschiger Vampir-/Twighlight-Hysterie bin ich vorsichtig geworden, was speziell Vampir-Romane angeht. Aber dieser hier war einmalig! Wie bereits bei Der Kuss des Kjer kann man auch bei dem Titel Blutbraut sagen, dass Lynn Raven einen wunderschönen Schreibstil hat. Flüssig, zergeht wie Honig auf der Zunge. Leckerer Lesestoff zum genießen. Inhaltlich gefällt mir Blutbraut vor allem deshalb, weil es wirklich nicht so kitschig-vorhersehbar ist, wie die Bis(s)-Bücher. Das Buch schmückt die meiste Zeit eine sehr bittere Note, die verschiedenen Schicksalsschläge und Konflikte sind vielfältig und gleichzeitig miteinander verknüpft. Außerdem tappt man lange im Dunkeln, wer jetzt wirklich der große Bösewicht der Geschichte ist und welche Ziele er verfolgt. Die vielen Handlungsstränge sorgen für viel Drama, zum Schluss kann man es nicht anders sagen, dass die Ereignisse sich mehr als nur überschlagen. In diesem Fall muss man aufmerksam lesen, sonst verpasst man beinahe die kleinen, aber wichtigen Faktoren, die die Geschichte weiter beeinflussen. Das macht das Buch aber auch super spannend. Wie vorhin schon angedeutet habe ich festgestellt, das es sich bei Blutbraut nicht um genau die gleiche Story handelt wie Der Kuss des Kjer. Es ist zwar von Anfang an absehbar, dass Lucinda und Joaquin auf lange Sicht zusammen kommen werden, aber das ist mehr oder weniger nebensächlich. Ohne die Liebesgeschichte wäre das Buch natürlich nur halb so attraktiv. Jedenfalls finde ich es echt gut, dass sich die beiden Hauptcharaktere der beiden Bücher stark unterscheiden. Abgesehen davon, dass Blutbraut in der realen Welt spielt, hauptsächlich irgendwo in (New) Mexico. Die Probleme und verschiedenen Intrigen sind ebenfalls unterschiedlich aufgestellt, wodurch man nicht das Gefühl hat 1:1 das selbe Buch zu lesen nur mit anderen Schauplätzen und Namen. Und wisst ihr was? Ich glaube ich freue mich schon auf einen (hoffentlich) 2. Teil, denn das offene Ende ist wirklich fies.
Mein Fazit: Verflucht spannend, düster und einfach wundervoller Lesespaß!
Ich hoffe ihr findet ebenso Gefallen an Blutbraut, wie ich es getan habe
Liebe Grüße,
eure Michelle
Die Meisterin der Runen - Julia Kröhn
Zack nächstes Buch ausgelesen. Die Meisterin der Runen ist mal wieder ein Historischer Roman. Und statt wie so oft von einer britischen Königsdynastie oder einer jungen, starken Frau in Deutschland, stehen diesmal die Gefürchteten Normannen im Vordergrund.
Die Normandie. Ein Landstrich im heutigen Frankreich, der einst an die Normannen abgetreten wurde, um das Frankenreich vor den immer neuerlichen Angriffen der furchterregenden Wikinger zu schützen. Jahre später herrscht bereits der dritte Graf über die Normandie. Der christliche getaufte junge Richard, der aber immer noch als Wilder des Norden gilt und sich dementsprechend mit vielen Feinden und Komplotten rumschlagen muss. Die junge Gunnora reist währenddessen mit ihrer Familie von Dänemark in die Normandie, ihr Vater erhofft sich ein besseres Leben. Sie, ihre drei Schwestern und die Eltern sind jedoch noch nach wie vor Anhänger des nordischen Glaubens. Ebenso wie ihre Mutter mit den Geheimnissen der Runen vertraut ist, welche sie an ihre älteste Tochter weiter gibt. Als die Familie jedoch in der Normandie ankommt, fallen schon berittene Krieger über sie her, die Eltern werden getötet. Gunnora und ihre Schwestern können fliehen, wenn auch knapp. Der Mörder ihrer Eltern soll Gunnora den Rest seines Lebens verfolgen und nach dem Leben trachten.
Nun muss Gunnora alleine für ihre jüngeren Schwestern sorgen. Und als sich ihr die Chance offenbart an der Seite des jungen, attraktiven Grafen zu leben, ergreift die kühle Dänin diese. Doch nicht nur Richard hat Feinde, die ihm nach dem Leben trachten. Auch Gunnora muss sich hüten, denn auch jemand aus ihrem direktem Umfeld will sie töten...
Ein Roman mit vielen Wendungen und Facetten. Unerfüllte Liebe, Rachegelüste, Machtgier, Neid. Ein tolles Buch. Was ich besonders schön fand war einfach schon die Tatsache, dass es auch mal um eine andere Bevölkerungsgruppe ging, als um die Briten, die Deutschen oder die Italiener. Die Normannen stellen eine faszinierende Bevölkerungsgruppe dar und ich war froh endlich mal so ein Buch in die Finger zu kriegen. Der Stil hat mir auch außerordentlich gut gefallen. Die Autorin hat im Gegensatz zu anderen, nicht unbedingt schlechteren Büchern, viele verschiedene Teilgeschichten in verhältnismäßig kurzer Zeit zusammengeführt zu einer schönen Story. Auch das nicht eine übermächtige 100% emanzipierte Frau im Vordergrund stand fand ich nicht schlecht. Gunnora ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit keine Frage, aber die Geschichte dreht sich nicht ausschließlich um sie und ihr Schicksal. Vielmehr wird die Zerrissenheit der Bevölkerung der Normandie wunderbar inszeniert. Ein Teil christlich, dem Frankenreich nahe, ein Teil "heidnisch", aus dem hohen Norden stammend, immer noch nach ihrer Kultur lebend. Und dann gibt es noch solche, die versuchen beides zu vereinen. Die Zerrissenheit wird auch an der Figur des Richard deutlich. Sein Großvater war ein waschechter Wikinger. Richard ist christlich aufgewachsen, ein junger Adeliger, der dennoch mit seiner Herkunft und der nordischen Kultur vertraut ist. Aber er wird nicht als christlicher oder von Gott gewollter Herrscher akzeptiert und bekommt das immer wieder innerlands sowie durch seine Nachbarn zu spüren. Es gibt noch viele andere Aspekte, die mir sehr gefielen unter anderem, dass es weniger kitschig war wegen einer 100%-vorhersehbaren Liebe-Kitsch-Beziehung. Aber lest lieber selbst, dann weiß ich was ich meine.
Mein Fazit: Einfach schön. Nicht zu anspruchsvoll. Nicht kitschig. Realistisch. Daumen hoch.
Schönen Abend noch!
Eure Michelle
Die Normandie. Ein Landstrich im heutigen Frankreich, der einst an die Normannen abgetreten wurde, um das Frankenreich vor den immer neuerlichen Angriffen der furchterregenden Wikinger zu schützen. Jahre später herrscht bereits der dritte Graf über die Normandie. Der christliche getaufte junge Richard, der aber immer noch als Wilder des Norden gilt und sich dementsprechend mit vielen Feinden und Komplotten rumschlagen muss. Die junge Gunnora reist währenddessen mit ihrer Familie von Dänemark in die Normandie, ihr Vater erhofft sich ein besseres Leben. Sie, ihre drei Schwestern und die Eltern sind jedoch noch nach wie vor Anhänger des nordischen Glaubens. Ebenso wie ihre Mutter mit den Geheimnissen der Runen vertraut ist, welche sie an ihre älteste Tochter weiter gibt. Als die Familie jedoch in der Normandie ankommt, fallen schon berittene Krieger über sie her, die Eltern werden getötet. Gunnora und ihre Schwestern können fliehen, wenn auch knapp. Der Mörder ihrer Eltern soll Gunnora den Rest seines Lebens verfolgen und nach dem Leben trachten.
Nun muss Gunnora alleine für ihre jüngeren Schwestern sorgen. Und als sich ihr die Chance offenbart an der Seite des jungen, attraktiven Grafen zu leben, ergreift die kühle Dänin diese. Doch nicht nur Richard hat Feinde, die ihm nach dem Leben trachten. Auch Gunnora muss sich hüten, denn auch jemand aus ihrem direktem Umfeld will sie töten...
Ein Roman mit vielen Wendungen und Facetten. Unerfüllte Liebe, Rachegelüste, Machtgier, Neid. Ein tolles Buch. Was ich besonders schön fand war einfach schon die Tatsache, dass es auch mal um eine andere Bevölkerungsgruppe ging, als um die Briten, die Deutschen oder die Italiener. Die Normannen stellen eine faszinierende Bevölkerungsgruppe dar und ich war froh endlich mal so ein Buch in die Finger zu kriegen. Der Stil hat mir auch außerordentlich gut gefallen. Die Autorin hat im Gegensatz zu anderen, nicht unbedingt schlechteren Büchern, viele verschiedene Teilgeschichten in verhältnismäßig kurzer Zeit zusammengeführt zu einer schönen Story. Auch das nicht eine übermächtige 100% emanzipierte Frau im Vordergrund stand fand ich nicht schlecht. Gunnora ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit keine Frage, aber die Geschichte dreht sich nicht ausschließlich um sie und ihr Schicksal. Vielmehr wird die Zerrissenheit der Bevölkerung der Normandie wunderbar inszeniert. Ein Teil christlich, dem Frankenreich nahe, ein Teil "heidnisch", aus dem hohen Norden stammend, immer noch nach ihrer Kultur lebend. Und dann gibt es noch solche, die versuchen beides zu vereinen. Die Zerrissenheit wird auch an der Figur des Richard deutlich. Sein Großvater war ein waschechter Wikinger. Richard ist christlich aufgewachsen, ein junger Adeliger, der dennoch mit seiner Herkunft und der nordischen Kultur vertraut ist. Aber er wird nicht als christlicher oder von Gott gewollter Herrscher akzeptiert und bekommt das immer wieder innerlands sowie durch seine Nachbarn zu spüren. Es gibt noch viele andere Aspekte, die mir sehr gefielen unter anderem, dass es weniger kitschig war wegen einer 100%-vorhersehbaren Liebe-Kitsch-Beziehung. Aber lest lieber selbst, dann weiß ich was ich meine.
Mein Fazit: Einfach schön. Nicht zu anspruchsvoll. Nicht kitschig. Realistisch. Daumen hoch.
Schönen Abend noch!
Eure Michelle
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